Pineapple Express strain: frosty cannabis bud with orange pistils beside a juicy fresh pineapple slice | Nine Realms

Pineapple Express: Genetik, THC und Wirkung

Geschrieben von: Jans Beloglazovs

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Lesezeit 13 min

Die Sorte Pineapple Express steht sich mit ihrem eigenen Namen im Weg. Wer nach ihr sucht, begegnet Seth Rogen, bevor auch nur ein einziges Trichom auftaucht. Schuld ist die Kifferkomödie von 2008, deren Titel auf eine Cannabissorte zurückgeht, die in den meisten Sortenratgebern kaum gewürdigt wird. Räumen wir das zuerst aus dem Weg. Dahinter steckt ein sativalastiger Hybrid, der eher für Energie als für schwere Couch-Trägheit bekannt ist und dessen THC-Spanne stärker vom Anbauer abhängt, als die meisten Seiten zugeben. Dieser Ratgeber erklärt, woher die Sorte Pineapple Express tatsächlich stammt und wie ihre THC- und Terpenwerte wirklich aussehen, wenn man die Quellen ehrlich gegenüberstellt. Anschließend geht es um ihren Anbau und den Vergleich mit Sorten, die einen Teil ihres Namens teilen.

Kurzfassung: Pineapple Express: Genetik aus Trainwreck x Hawaiian, ein sativadominanter Hybrid von Barney’s Farm. Der angegebene THC-Gehalt liegt meist bei 20–25 %, wobei die Quellen eine größere Spanne nennen. Energetisch, gesellig und mit einem unverkennbaren tropischen Ananasaroma. Der Vollständigkeit halber: Nine Realms führt die Sorte derzeit nicht.

Pineapple Express: die Sorte oder der Film?

Wer in Deutschland „pineapple express“ bei Google eingibt, findet auf der ersten Seite fast ausschließlich David Gordon Greens Film von 2008: Wikipedia, IMDb, Netflix und eine Reihe von Trailern auf YouTube – von der eigentlichen Pflanze keine Spur. Erst wenn du an all dem vorbeiscrollst, taucht sie auf (der Algorithmus hat eben seine Vorlieben). Selbst dann widmen die meisten deutschen Cannabis-Websites, die über Pineapple Express berichten, dem Film nur einen beiläufigen Satz und gehen zum nächsten Thema über, ohne jemals aufzuklären, was zuerst da war.


Hier lohnt es sich, ehrlich zu sein. Niemand kann mit Sicherheit beweisen, was zuerst da war: der Spitzname der Sorte oder der Filmtitel. Mehrere internationale Sortendatenbanken verorten die Pflanze zeitlich vor dem Film: als informelle Bezeichnung, die Anbauer schon Jahre vor 2008 für eine hawaiianische Sativa mit ausgeprägter Ananasnote verwendeten. Andere halten lediglich fest, dass der Film den Namen berühmt machte, ohne überhaupt zu behaupten, die Pflanze sei zuerst da gewesen. Beides kann gleichzeitig stimmen. Der Unterschied zwischen „Die Sorte inspirierte den Titel“ und „Der Titel beschrieb zufällig eine echte Pflanze gut“ ist kleiner, als beide Lager gerne zugeben.


Für die Praxis zählt Folgendes: Der Film hat die Cannabiszüchtung nicht erfunden, und die Sorte Pineapple Express braucht nicht die Erlaubnis des Films, um zu existieren oder für sich genommen interessant zu sein. Zwei unterschiedliche Dinge teilen sich einen Namen, komplizierter ist es nicht. Im Rest dieses Ratgebers geht es ausschließlich um die Pflanze.

Genetik und Abstammung: Woher Pineapple Express wirklich kommt

Die in Sortenratgebern und bei Samenbanken am häufigsten genannte Abstammung ist Trainwreck gekreuzt mit Hawaiian, ein sativadominanter Hybrid von Barney’s Farm. Gut zu wissen, bevor du Samen kaufst: Auch G13 Labs verkauft ein Produkt namens „Pineapple Express“. Dabei handelt es sich jedoch um eine völlig andere Pflanze, eine eher indicadominante Kreuzung aus Big Bud x Hawaiian Skunk mit deutlich kürzerer Blütezeit. Derselbe Name, zwei unabhängige Samenanbieter, zwei tatsächlich unterschiedliche Sorten. Genau um diese Art von Verwechslung geht es in diesem Ratgeber, nur eine Ebene unterhalb des Films. Trainwreck steuert eine schnell einsetzende, vorwiegend geistig spürbare Energie bei. Hawaiian mildert sie ab, bringt tropische Süße ein und lässt die Wirkung leichter und geselliger ausklingen als Trainwreck allein. Diese Kombination lässt Pineapple Express wie eine zugänglichere, angenehmere Sativa wirken als ihre eher nüchtern wirkenden Elternsorten. Deshalb ist sie bei Menschen beliebt geblieben, denen reines Trainwreck tagsüber etwas zu viel ist.

Trainwreck, eine Elternsorte von Pineapple Express: spitz zulaufende Cannabisblüte mit Zitrone und Kiefer für ihr Zitrusaroma | Nine Realms

Nicht alle Quellen stimmen in den Einzelheiten überein, und das sollte klar gesagt werden. Ein Händler gibt die Kreuzung als „Pineapple und Hawaiian“ statt Trainwreck x Hawaiian an. In mindestens einer internationalen Sortendatenbank hinterfragen Nutzerkommentare, ob nicht auch OG Kush irgendwo dazugehört – eine tatsächlich ungeklärte Meinungsverschiedenheit. Bei einer so weit verbreiteten Pflanze mit einem so bekannten Namen entstehen mit der Zeit widersprüchliche Geschichten, vor allem weil verschiedene Samenanbieter jeweils ihre eigene Version der Kreuzung herausbringen. Betrachte Trainwreck x Hawaiian als die am besten belegte Variante, allerdings ohne Laborbestätigung, und begegne einem einzelnen, selbstsicher formulierten Absatz einer Samenbank zu diesem Thema mit etwas Skepsis.


Ein kurzer Überblick, bevor die folgenden Abschnitte näher darauf eingehen:


  • Typ: sativadominanter Hybrid (häufig mit etwa 60 % Sativa / 40 % Indica angegeben)
  • Genetik: Trainwreck x Hawaiian
  • Züchter: Barney’s Farm (G13 Labs verkauft unter demselben Namen eine nicht verwandte Sorte, siehe oben)
  • THC: üblicherweise mit 20–25 % angegeben, einzelne Quellen nennen 15–29 %
  • CBD: niedrig, in der Regel unter 1 %
  • Dominante Terpene: am häufigsten werden Myrcen, Pinen und Caryophyllen genannt (Quellen variieren, siehe unten)
  • Blütezeit: bei photoperiodischen Pflanzen etwa 9–10 Wochen, Autoflower-Versionen sind schneller fertig (siehe Anbauabschnitt)

Eine Charge, die nicht ganz dazu passt, zeigt normale phänotypische Variation – hier liegt kein Fehler vor. Solche Unterschiede sind innerhalb einer benannten Sorte üblich. Sie verstärken sich, wenn mehrere Züchter jeweils ihre eigene Version derselben Kreuzung unter einer bekannten Bezeichnung verkaufen.

THC, CBD und warum die Werte so stark schwanken

An dieser Stelle werden die meisten Beschreibungen von Pineapple Express stillschweigend unehrlich. Ein einziger pauschaler THC-Wert. Meist 20 %, manchmal 25 %, ohne Belege und ohne Quellenangabe. Stellt man stattdessen mehrere Quellen gegenüber, reicht die tatsächliche Spanne von etwa 15 % am unteren Ende bis zu 29 % bei manchen angegebenen Chargen. Das ist eine zu große Streuung, als dass eine einzige griffige Zahl viel aussagen könnte.


Mehrere Faktoren erklären diesen Unterschied. Zunächst spielen Phänotyp und Züchter eine Rolle. Die eigene Linie von Barney’s Farm unterscheidet sich von den Versionen anderer Samenanbieter unter demselben Sortennamen, teilweise deutlich. Anbaubedingungen und Nachreifung sind fast ebenso wichtig: Zwei Pflanzen mit identischer Genetik können am Ende eine merklich unterschiedliche Wirkstärke haben, je nach Lichtintensität, Zeitpunkt der Nährstoffgabe und Sorgfalt beim anschließenden Trocknen und Nachreifen der Blüten. Hinzu kommt die Testmethodik, die unscheinbare Variable, die niemand erwähnt. Labore kalibrieren unterschiedlich. Eine Zahl auf der Verpackung, hinter der kein namentlich genanntes Labor steht, ist eher eine Marketingschätzung als eine tatsächlich nachvollziehbare Angabe.


Der CBD-Gehalt ist in allen Quellen niedrig, die ihn überhaupt angeben. In der Regel unter 1 %. Das passt zu den meisten modernen Sativa-Hybriden mit hohem THC-Gehalt, die vor allem auf psychoaktive Wirkung gezüchtet werden, während Ausgewogenheit eine untergeordnete Rolle spielt. Du entdeckst bei dieser Sorte eine verdächtig präzise Angabe, etwa exakt 24,7 %? Betrachte sie skeptisch. Meist erfüllt sie eher einen rhetorischen als einen wissenschaftlichen Zweck. Eine angegebene Spanne, bei der Unterschiede zwischen den Chargen offen benannt werden, ist die ehrlichere Grundlage, um THC-Angaben zu dieser Sorte einzuordnen – auch unsere. An diesem Maßstab sollen sich alle weiteren Zahlen in diesem Ratgeber messen lassen.

Wie sich Pineapple Express anfühlt: Wirkung, Eintritt und Dauer

Die Wirkung von Pineapple Express setzt beim Inhalieren meist innerhalb weniger Minuten als energetisches, stimmungshebendes und geselliges High ein. Anschließend geht sie in eine Phase mit klarem Kopf und kreativer Stimmung über, die den meisten Berichten zufolge zwei bis drei Stunden anhält. Das ist die Kurzfassung. Die ausführlichere Antwort hängt wie bei jedem Cannabisprodukt von deiner Dosis, deiner Toleranz und der konkreten Charge ab. Wenn du bei einer so weit verbreiteten Sorte unter einem einzigen Namen ein einheitliches Erlebnis erwartest, sind Überraschungen vorprogrammiert.


Wenn du noch wenig Erfahrung hast, bemerkst du wahrscheinlich zuerst den Energieschub: Die Konzentration wird etwas schärfer, Gespräche fallen leichter und die schwere Couch-Trägheit indicadominanter Sorten bleibt weitgehend aus. Mit zunehmender Toleranz bleibt dieser Verlauf ähnlich, nur brauchst du mehr, bevor du überhaupt viel spürst – genau so funktioniert Toleranz nun einmal. Dosiere jede neue Charge beim ersten Versuch vorsichtig. Steigere die Menge erst, wenn du weißt, wie du darauf reagierst. Das ist bei jedem THC-Produkt der vernünftige Ansatz.


Eine Charge mit 15 % THC und eine mit 29 % THC können unter demselben Sortennamen verkauft werden und dennoch deutlich unterschiedliche Erlebnisse bieten. Genau deshalb ist der THC-Abschnitt oben wichtiger, als es die meisten Sortenporträts vermitteln. Neben der Dosis spielt auch das Umfeld eine Rolle. Eine energetische Sativa fühlt sich in einem ruhigen, entspannten Raum ganz anders an als dieselbe Sorte an einem stressigen Ort. Das solltest du bedenken, bevor du der Sorte die Schuld an einem unangenehmen Abend gibst.

Mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist

Pineapple Express hat grundsätzlich dasselbe Nebenwirkungsprofil wie die meisten Cannabissorten mit höherem THC-Gehalt. Es gibt hier keine Besonderheiten über das übliche dosisabhängige Muster hinaus:


  • Trockener Mund und trockene Augen werden in den Quellen am häufigsten genannt. Sie sind mild und vorübergehend und lassen sich mit Wasser sowie bei Bedarf rezeptfreien Augentropfen leicht lindern.
  • Angstgefühle oder innere Unruhe können bei höheren Dosen auftreten, insbesondere bei weniger erfahrenen Nutzern, wenn die sativatypische Energie von Konzentration und Kreativität in Überreizung umschlägt.
  • Schwindel, meist kurz und leicht, tritt häufiger auf, wenn du kurz nach dem Konsum schnell aufstehst. In der Regel vergeht er nach ein bis zwei Minuten.

All das ist kein Grund zur Beunruhigung. Mit einer niedrigen Dosis zu beginnen, bleibt dennoch wichtig, besonders bei einer Sorte, für die bei manchen getesteten Chargen bis zu 29 % THC angegeben wurden. Es ist schlicht der vernünftigere Weg, ein neues Produkt zum ersten Mal kennenzulernen.

Aroma, Geschmack und Terpenprofil

Der Name kommt nicht von ungefähr. Pineapple Express hat ein ausgesprochen tropisches Aroma: Ananas und Zitrusfrüchte im Vordergrund, darunter eine erdige, leicht pfeffrige Basis. Diese Basis verhindert, dass sie nach Süßigkeiten wirkt, anders als manche nach Früchten benannte Sorten, die zu süß ausfallen. 


Die meisten beschreiben den Rauch als mild, wobei die Fruchtnote beim Ausatmen länger nachklingt, als man es bei einem leichteren Terpenprofil erwarten würde.


Die Angaben zu den Terpenen dieser Sorte unterscheiden sich je nach Quelle, was die meisten Beiträge anderer Anbieter einfach übergehen. Myrcen und Pinen tauchen am häufigsten auf, zumindest in den Sortenratgebern, die konkrete Terpene nennen:

Terpene der Sorte Pineapple Express: Blüte mit Ananas, Zitrone, Kiefer (Pinen) und schwarzem Pfeffer (Caryophyllen) | Nine Realms

  • Myrcen steht meist an erster Stelle oder teilt sich diese Position. Dieses Terpen wird am häufigsten mit der entspannten, sanften Komponente verbunden, die verhindert, dass die Energie von Pineapple Express in Nervosität umschlägt.
  • Pinen ergänzt die tropischen Früchte um eine markantere Kiefernnote. Manche Nutzer bringen es mit einem klareren, wacheren Kopf in Verbindung (anekdotische Berichte, keine klinische Studie als Beleg).
  • Caryophyllen sorgt, sofern es genannt wird, für eine pfeffrige Tiefe und kommt auch natürlich in schwarzem Pfeffer und Gewürznelken vor.

Ein kleinerer Teil der Quellen nennt stattdessen Terpinolen, Linalool, Humulen oder Limonen. Keine zwei Sortenratgeber stimmen bei der vollständigen Liste völlig überein. Das ist normal für eine benannte Sorte, die von mehreren Züchtern mit jeweils eigener Samenlinie verkauft wird. Gut, das zu wissen, bevor du eine einzelne Terpenübersicht im Internet für die absolute Wahrheit hältst.

Pineapple Express im Vergleich mit Pineapple OG, Pineapple Chunk und Trainwreck

Der Name „Pineapple“ wird für mehrere unterschiedliche Sorten verwendet (Züchter nehmen es mit dem Markenschutz nicht gerade genau), und Online-Sortenratgeber verwechseln sie ständig. So unterscheiden sich die ähnlich benannten Sorten anhand der jeweils am häufigsten genannten Angaben tatsächlich:


Sorte

Genetik

Angegebener THC-Gehalt

Hauptwirkung

Blütezeit

Pineapple Express

Trainwreck x Hawaiian

15–29 % (meist 20–25 %)

Energetisch, gesellig

ca. 9–10 Wochen

Pineapple OG

Pineapple x OG Kush (Abstammung variiert je nach Züchter)

Häufig mit 18–23 % angegeben

Ausgewogen, eher entspannend

ca. 8–9 Wochen

Pineapple Chunk

Cheese x Skunk #1 x Trainwreck

Häufig mit 15–20 % angegeben

Schwer, eher indicatypisch

ca. 8 Wochen

Trainwreck

Mexikanische Sativa x Thai x Afghani (umstritten; Quellen variieren)

Häufig mit 18–25 % angegeben

Geistig anregend, schnell einsetzend

ca. 8–9 Wochen

Pineapple Express steht ihrer Elternsorte Trainwreck näher als den beiden oben genannten Verwandten mit Pineapple im Namen. Allein ein bekannter Name verrät dir das beim Betreten eines Shops nicht. Wenn du eigentlich die markantere, nüchterner wirkende Trainwreck-Erfahrung ohne die Süße von Hawaiian suchst, geht es um eine deutlich andere Pflanze – trotz der Namensüberschneidungen und gemeinsamen Abstammung.

Pineapple Express anbauen: Klassisch oder Autoflower

Die Blütezeit hängt stark davon ab, welche Version von Pineapple Express du anbaust. Die meisten Beiträge anderer Anbieter unterscheiden hier nicht klar. Klassische, photoperiodische Pineapple Express ist im Indoor-Anbau typischerweise nach etwa 9 bis 10 Wochen Blüte fertig. Das passt zu ihrer sativalastigen Genetik und dem damit verbundenen moderaten Streckungswachstum. Autoflower-Kreuzungen unter demselben Namen sind deutlich schneller fertig: Häufig werden etwa 53 bis 70 Tage vom Samen bis zur Ernte genannt. Selbstblühende Genetik folgt einer inneren Uhr, völlig unabhängig vom Lichtzyklus.


Ein gesonderter Hinweis lohnt sich: Manche Autoflower-Samenlinien unter dem Namen Pineapple Express sind nicht einfach die klassische Genetik mit beschleunigtem Zeitplan. Mindestens eine große Samenbank kreuzt ihre Autoflower-Version mit Pineapple Chunk und ihrer eigenen selbstblühenden Linie. Das bedeutet: Die „Autoflower Pineapple Express“ im Regal kann sich genetisch von der photoperiodischen Version unterscheiden, trotz desselben Namens und ähnlichen Geschmacks.


Die angegebenen Indoor-Erträge reichen unter guten Bedingungen bis etwa 500 bis 700 Gramm pro Quadratmeter. Dieser Wert hängt allerdings stärker von Beleuchtung, Trainingstechnik und Erfahrung des Anbauers ab als allein von der Genetik. Entsprechend ihrer Sativa-Abstammung zeigt die Pflanze während der Wachstumsphase eine moderate Streckung und verträgt gängige Trainingsmethoden gut, ohne mehr als einfaches Topping oder Low-Stress-Training zu benötigen. Keine dieser Angaben stammt aus dem Anbau von Nine Realms. Wir bauen diese Sorte weder selbst an noch verkaufen wir sie (hier hat niemand einen direkten Vergleichsanbau durchgeführt). Betrachte die Zahlen daher als häufig genannte Züchterangaben, die es sich lohnt, gegenzuprüfen.


Der Eigenanbau verdient unabhängig von den Züchterangaben oben einen eigenen Hinweis. Seit April 2024 erlaubt das deutsche Konsumcannabisgesetz (KCanG) Erwachsenen, zu Hause bis zu drei Cannabispflanzen für den Eigenbedarf anzubauen, darunter auch Pineapple Express, sofern die üblichen Vorschriften zur Aufbewahrung und zum Schutz vor dem Zugriff Minderjähriger eingehalten werden. Diese gesetzliche Erlaubnis hat nichts mit der Genetik dieser Sorte zu tun. Sie ist lediglich ein Kontext, der in einem Anbauabschnitt auf einer an Deutschland gerichteten Seite nicht fehlen sollte.

Pineapple Express aus Sicht von Nine Realms

Nine Realms nennt dir lieber die tatsächliche THC-Spanne von vierzehn Prozentpunkten als eine einzelne selbstsicher klingende Zahl (runde Zahlen sind ein typisches Marketingindiz). Eine Sorte, deren Name mit einem berühmten Film verbunden ist, ist genau das Thema, bei dem sich dieser Ansatz auszahlt. Ein Detail der Abstammung ist tatsächlich umstritten. Unsere ehrliche Antwort lautet hier schlicht: Die Quellen widersprechen sich, und wir erklären genau, warum.


Pineapple Express gehört derzeit nicht zu unserem eigenen Blütensortiment, daher dient dieser Ratgeber auch nicht als Verkaufsargument. Wenn das oben beschriebene energetische, sativalastige Profil deinen Vorstellungen entspricht, findest du in unserem Ratgeber zu den besten Sativa-Sorten mehrere Optionen, die wir tatsächlich führen. Er legt ebenso offen dar, was wirklich belegt ist und was lediglich häufig im Internet berichtet wird.

Fazit

Die Namensverwirrung rund um Pineapple Express kommt nicht von ungefähr. Ein berühmter Film vermischt sich mit einem tatsächlich alten Cannabis-Spitznamen für eine Pflanze, die von so vielen Samenanbietern gezüchtet und weitergezüchtet wurde, dass keine zwei THC-Übersichten ganz übereinstimmen. Das macht sie weder zu einer schlechten Sorte noch zu einer, die gemessen an üblichen Cannabisnamen ungewöhnlich verwirrend wäre.


Es macht sie zu einer Sorte, über die du mit einer gewissen Skepsis lesen solltest. Dieselbe Skepsis ist bei jeder Pflanze angebracht, deren Zahlen von einem Etikett stammen, ohne dass Laborergebnisse dahinterstehen. Eine einfache Verwechslung, sobald sich jemand die Mühe macht, sie aufzuklären. Nur wird sie selten überhaupt angesprochen.

„Ein Name, der einem Film entlehnt ist, kann trotzdem zuerst und zu Recht der Pflanze gehören, die ihn schon trug, bevor der Abspann lief.“

FAQ

Ist Pineapple Express nach dem Film benannt?

Den meisten Sortenratgebern zufolge, die sich direkt mit dieser Frage befassen, nicht. Nach der häufiger genannten Version kursierte der Spitzname der Pflanze schon vor 2008 unter Anbauern, und der Film griff diesen bereits verwendeten Namen auf. Mit Sicherheit belegen lässt sich diese Reihenfolge allerdings nicht. Dafür verbreiten sich Cannabis-Spitznamen zu informell.

Ist Pineapple Express Indica oder Sativa?

Ein sativadominanter Hybrid aus Trainwreck- und Hawaiian-Genetik, häufig mit etwa 60 % Sativa und 40 % Indica angegeben.

Wie hoch ist der THC-Gehalt von Pineapple Express?

Die angegebenen Werte liegen meist zwischen 20 und 25 %. Je nach Züchter, Anbaubedingungen und Testmethode nennen die Quellen jedoch Werte von nur 15 % bis hin zu 29 %. Eine einzelne pauschale Zahl zeigt selten das ganze Bild.

Wie fühlt sich Pineapple Express an?

Die meisten berichten von einem energetischen, stimmungshebenden und geselligen High, das innerhalb von Minuten einsetzt und in eine zwei bis drei Stunden anhaltende Phase mit klarem Kopf übergeht. Die schwere Couch-Trägheit indicadominanter Sorten bleibt weitgehend aus.

Woher stammt die Genetik von Pineapple Express?

Am häufigsten wird eine von Barney’s Farm gezüchtete Kreuzung aus Trainwreck und Hawaiian genannt. Mindestens eine Quelle gibt allerdings eine andere Kreuzung an, und nicht alle Sortenratgeber sind sich über die genaue Abstammung einig.

Welche Nebenwirkungen kann Pineapple Express verursachen?

Am häufigsten werden ein trockener Mund, trockene Augen, gelegentliche Angstgefühle bei höheren Dosen und kurzer Schwindel genannt. Das entspricht den meisten Cannabissorten mit höherem THC-Gehalt und ist keine Besonderheit dieser Genetik.

Wie lange dauert die Blüte von Pineapple Express?

Klassische photoperiodische Versionen sind im Indoor-Anbau üblicherweise nach 9 bis 10 Wochen Blüte fertig. Autoflower-Kreuzungen unter demselben Namen sind deutlich schneller: Häufig werden etwa 53 bis 70 Tage vom Samen bis zur Ernte genannt.

Welche Terpene enthält Pineapple Express?

Myrcen und Pinen werden am häufigsten übereinstimmend genannt, oft ergänzt durch Caryophyllen. Die Terpenübersichten unterscheiden sich jedoch deutlich zwischen den Quellen, und es gibt keine veröffentlichte Liste, über die vollständige Einigkeit besteht.

Nine Realms CEO und Blog-Autor Jans Beloglazovs

Autor: Jans Beloglazovs

Jan stammt aus Europas strengem Cannabis-Umfeld und ist durch seine umfassende Erfahrung in der Cannabisbranche sowie sein Gespür für die sich wandelnden Trends in Europa zu einer bekannten Persönlichkeit in der europäischen Cannabisindustrie geworden. Als Mitgründer der Marke Nine Realms nutzt er sein Fachwissen, um für progressive Cannabispolitik einzutreten und ein breites Publikum zu informieren.

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