man holding nine realms Silver Haze cannabis flower in his hand

Silver Haze oder Super Silver Haze: Worin liegt der Unterschied?

Geschrieben von: Jans Beloglazovs

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Lesezeit 12 min

Silver Haze“ kann drei verschiedene Dinge bezeichnen: den sativadominierten Haze-Klassiker, seine bekanntere Weiterentwicklung Super Silver Haze, die drei Cannabis Cups in Folge gewann, sowie einen Arthouse-Film aus dem Jahr 2023, der mit beiden Sorten nichts zu tun hat. Dieser Leitfaden erklärt, was sich hinter welchem Namen verbirgt, zeigt, in welchem Verhältnis die beiden Sorten tatsächlich zueinander stehen, und gibt Ihnen einen ehrlichen Überblick über Wirkung, Stärke und Herkunft.

Kurz gesagt: Silver Haze ist ein sativadominierter Klassiker aus der Haze-Familie. Super Silver Haze ist die preisgekrönte und potentere Weiterentwicklung von Green House Seeds. Beide gehören zur selben Familie, sind aber nicht dieselbe Pflanze. Der gleichnamige Film hat mit den Sorten nichts zu tun.

Silver Haze auf einen Blick

Sie möchten erst die wichtigsten Daten sehen? Die Tabelle fasst zusammen, worin die verlässlicheren Quellen übereinstimmen. Umstrittene Angaben werden anschließend ausführlicher eingeordnet.


Merkmal

Angabe

Typ

Sativadominant (meist ca. 80/20, laut einigen Quellen 70/30)

THC

Typischerweise 18–23 %, bei starken Phänotypen bis etwa 25 %

CBD

Unter 1 %

Genetik

Skunk #1 × Northern Lights #5 × Haze

Züchter

Green House Seeds

Vorherrschende Terpene

Limonen, Myrcen und Caryophyllen

Blütezeit

10–11 Wochen (lang, typisch für Sativas)

Auszeichnungen

High Times Cannabis Cup: 1997, 1998 und 1999

Silver Haze, Super Silver Haze oder doch der Film?

Diese Frage führt die meisten Leser hierher, deshalb soll sie gleich zu Beginn eindeutig beantwortet werden. Silver Haze ist der ältere und allgemeinere Name für eine sativadominierte Kreuzung aus der Haze-Familie. Sie wurde auf ein klares, energiegeladenes High und eine dichte Harzschicht hin gezüchtet. Super Silver Haze, häufig als SSH abgekürzt, ist eine gezielt verfeinerte Variante dieses Konzepts, die von Green House Seeds entwickelt und stabilisiert wurde und höhere Maßstäbe bei Potenz und Beständigkeit setzt. Die eine Bezeichnung steht für die ältere Ursprungslinie, die andere für deren sorgfältig selektierte und wettbewerbserprobte Ausprägung. Weil die Namen sehr ähnlich klingen und von vielen Anbietern synonym verwendet werden, wird dieser Unterschied leicht übersehen. Bei Abstammung und Wirkung handelt es sich dennoch um zwei unterscheidbare Varianten.


Handelt es sich also um dieselbe Pflanze? Nicht ganz. Beide teilen das Haze-Erbe und das silbrige, trichomreiche Aussehen, dem die Familie ihren Namen verdankt. Die „Super“-Variante ist jedoch konsequenter selektiert, potenter und für ihre Wettbewerbserfolge bekannt. Viele der online verfügbaren Angaben für den deutschen Markt beziehen sich tatsächlich auf SSH, weil diese Version von Züchtern standardisiert und von Laboren besonders häufig untersucht wurde. Wenn eine Website drei Cannabis-Cup-Siege einer Sorte zuschreibt und sie zugleich nur allgemein als „Haze-Klassiker“ bezeichnet, ist mit dieser Sorte meist die Super Silver Haze gemeint. Gerade solche ungenauen Bezeichnungen haben dazu geführt, dass beide Namen immer wieder miteinander vermischt werden. Als Faustregel für den deutschen Markt gilt: Sobald von Auszeichnungen, besonders hohen Potenzwerten oder konkreten Laborergebnissen die Rede ist, handelt es sich höchstwahrscheinlich um SSH, unabhängig davon, welche Bezeichnung in der Überschrift verwendet wird.


Eine weitere mögliche Verwechslung sollte ebenfalls geklärt werden: Silver Haze ist zugleich der Titel eines britisch-niederländischen Filmdramas aus dem Jahr 2023 von Sacha Polak, das bei der Berlinale Premiere feierte. Der Film hat mit Cannabis nichts zu tun. Wenn Ihre Suchergebnisse Sortenprofile und Filmkritiken bunt miteinander vermischen, liegt es an dieser Namensgleichheit. Hinweise auf Kinoprogramme können Sie für diesen Leitfaden daher getrost außer Acht lassen.


Sie möchten nicht nur lesen, sondern auch ein Produkt auswählen? Dann ist die praktische Schlussfolgerung besonders wichtig: Fragen Sie nach der tatsächlichen Genetik und verlassen Sie sich nicht allein auf den Namen auf dem Glas. Eine Produktbezeichnung sagt deutlich weniger aus als die Abstammung und der verantwortliche Züchter. Ein seriöser Anbieter sollte Ihnen erklären können, ob Sie eine ursprüngliche, stabilisierte Linie oder lediglich eine freiere Interpretation dieser Sortenfamilie erhalten. Diese Information ist aussagekräftiger als der Aufdruck auf der Vorderseite. Der Name wurde inzwischen so häufig übernommen, dass er allein keine verlässliche Garantie für bestimmte Eigenschaften mehr darstellt.

Herkunft und Genetik

Die Genetik beruht auf einer Dreifachkreuzung, die sich wie eine Bestenliste der Cannabiszüchtung der 1990er-Jahre liest: Skunk #1 sorgt für Wuchskraft und Harzproduktion, Northern Lights #5 für Struktur und Potenz und Haze für den belebenden, geistig anregenden Charakter. Diese Kombination prägt den ausgeprägten Sativa-Charakter und die lange, anspruchsvolle Blütezeit der Pflanze. Bei den Elternsorten stimmen die Quellen überein, auch wenn die genaue Gruppierung der Kreuzung unterschiedlich beschrieben wird. Jede Elternpflanze übernimmt dabei eine erkennbare Rolle: Skunk #1 brachte Zuverlässigkeit und starke Harzbildung ein, Northern Lights #5 verlieh der Pflanze Stabilität und Durchsetzungskraft, während die Haze-Genetik für das intensive, beinahe psychedelische Kopf-High verantwortlich ist, für das die Familie bekannt wurde.


Die verfeinerte Variante wurde von Green House Seeds in der Zeit von Neville Schoenmakers und Shantibaba entwickelt. Aus diesem Umfeld stammen auch mehrere andere niederländische Klassiker. Wenn Sie nach „Greenhouse Super Silver Haze“ gesucht und widersprüchliche Angaben gefunden haben, betrifft die Unklarheit nicht die Zuordnung zum Züchter. Die Linie wird eindeutig Green House Seeds zugeschrieben. Das ist einer der wenigen Punkte in der Geschichte dieser Sorte, die kaum ernsthaft bestritten werden.

Nine Realms Silver Haze Blüte in den Händen

Ein wichtiges Detail wird auf anderen Seiten regelmäßig falsch wiedergegeben: Die Super Silver Haze gewann drei Jahre hintereinander den ersten Platz beim High Times Cannabis Cup, und zwar 1997, 1998 und 1999. Einige Seiten nennen lediglich zwei dieser Jahre, andere lassen die Jahreszahlen vollständig aus und stellen eine außergewöhnliche Erfolgsserie dadurch weniger eindrucksvoll dar, als sie tatsächlich war. Drei aufeinanderfolgende Siege in einer besonders umkämpften Phase des Cannabis Cups erklären, warum sich der Name in ganz Europa verbreitete und so häufig übernommen wurde. Nicht selten verwendeten ihn später auch Züchter, deren Pflanzen dem Original kaum noch ähnelten.

Wie hoch ist der THC-Gehalt von Silver Haze?

Der THC-Gehalt liegt gewöhnlich zwischen 18 und 23 %, wobei einzelne Phänotypen Werte von etwa 25 % erreichen können. Der CBD-Gehalt beträgt weniger als 1 %. Damit ist kaum CBD vorhanden, das die intensive THC-Wirkung abmildern könnte. Angaben von 3 % CBD sollten Sie mit Vorsicht betrachten, da dieser Wert den übrigen verfügbaren Daten widerspricht und vermutlich auf einem vielfach übernommenen Fehler beruht.


Die Potenz ist für eine Sativa bemerkenswert hoch. Diese Einordnung ist wichtiger als eine einzelne Zahl in der Überschrift. Ein starkes, nahezu vollständig von THC bestimmtes High bei gleichzeitig sehr geringem CBD-Anteil kann bei übermäßigem Konsum zu rasenden Gedanken oder innerer Unruhe führen. Verstehen Sie die genannten Werte deshalb als Orientierung für den Charakter der Sorte und nicht als Ziel, das erreicht werden müsste. Hinzu kommt, dass sich Laborwerte je nach Phänotyp, Züchter und Prüfverfahren unterscheiden können. Zwei korrekt gekennzeichnete Produkte können daher durchaus mehrere Prozentpunkte auseinanderliegen. Die folgende Cannabinoid-Übersicht bietet eine schnelle Orientierung:


  • THC: typischerweise 18–23 %, bei besonders starken Phänotypen bis etwa 25 %
  • CBD: unter 1 %, daher kaum ausgleichender Einfluss auf die THC-Wirkung
  • Profil: sativadominant, geistig anregend und energetisch
  • Praktische Einschätzung: potent und für Einsteiger keineswegs besonders sanft

Das Silver-Haze-High vom Einsetzen bis zum Abklingen

Die Wirkung setzt schnell ein und macht sich vor allem im Kopf bemerkbar. Genau darin liegt der besondere Reiz der Sorte, gleichzeitig ist dabei auch eine gewisse Vorsicht angebracht. Silver Haze eignet sich eher für den Tag und kann den Drang verstärken, aktiv zu werden. Sie ist keine typische Sorte, bei der man tief im Sofa versinkt. Wer den zeitlichen Verlauf der Wirkung kennt, kann das Erlebnis wesentlich besser einschätzen und genießen.

Einsetzen, Höhepunkt und Abklingen der Wirkung

Beim Inhalieren beginnt die Wirkung beinahe unmittelbar. Häufig entwickelt sich bereits innerhalb weniger Sekunden oder Minuten ein klares, sich im Kopf ausbreitendes High. Der Höhepunkt geht rasch in eine energiegeladene, kommunikative und mitunter heitere Klarheit über. Viele Menschen schätzen diesen Zustand für kreative Tätigkeiten, längere Gespräche oder als Anstoß, das Haus zu verlassen und etwas zu unternehmen. Insgesamt hält die Wirkung etwa zwei bis drei Stunden an und klingt anschließend allmählich ab, ohne plötzlich einzubrechen. Erst gegen Ende kann eine leichte körperliche Schwere hinzukommen. Die Sorte passt daher zu Menschen, die aktiv, ansprechbar und handlungsfähig bleiben möchten. Sie eignet sich eher für einen kreativen Nachmittag, ein langes Gespräch oder einen Spaziergang als zum Entspannen unmittelbar vor dem Schlafengehen.


Die Wirkung von Super Silver Haze folgt einem ähnlichen Verlauf, fällt jedoch intensiver aus. Genau darin liegt der wichtigste praktische Unterschied zwischen den beiden Sorten. Durch die gezielte Weiterentwicklung wurde die Wirkungsstärke erhöht, ohne den grundlegenden Charakter zu verändern. Wenn Sie bereits eine der beiden Sorten kennen, können Sie die Wirkung der anderen daher recht gut einschätzen.

Wann besondere Vorsicht geboten ist

Eine Sativa mit hohem THC- und sehr niedrigem CBD-Gehalt gehört zu den Kombinationen, die bei zu hoher Dosierung vergleichsweise leicht Angstgefühle oder paranoide Gedanken auslösen können, wenn die Intensität den Konsumenten überfordert. Das ist keine Panikmache, sondern eine nüchterne Folge aus Wirkstoffprofil, Dosierung und persönlicher Erfahrung. Einsteiger sowie Menschen, die zu ängstlichen Gedanken neigen, sollten mit einer kleinen Menge beginnen und die Wirkung zunächst abwarten. Der schnelle Wirkungseintritt kann sonst zu der falschen Annahme verleiten, es passiere noch nichts, woraufhin vorschnell nachgelegt wird. Auch die Umgebung hat Einfluss auf das Erlebnis. Eine ruhige und vertraute Atmosphäre kann ein starkes Kopf-High angenehmer machen, während Lärm oder Stress das beschleunigte Gedankenkarussell verstärken können. Das ist kein grundsätzlicher Grund, die Sorte zu meiden, sondern ein guter Grund für einen bewussten und vernünftigen Umgang.


Zu den häufigen und meist gut zu bewältigenden Nebenwirkungen zählen ein trockener Mund und trockene Augen. Weniger angenehme Begleiterscheinungen wie rasende oder ängstliche Gedanken sind häufig eher eine Folge der Dosierung als eine Besonderheit der Sorte selbst und klingen in der Regel wieder ab. Die Wirkungen werden meist in der folgenden Reihenfolge wahrgenommen:


  • Kopf: schnell einsetzendes, klares und belebendes High
  • Stimmung: kommunikativ, gesellig und häufig kreativ
  • Körper: zunächst leicht; eine geringe Schwere zeigt sich meist erst später
  • Zu beachten: bei höheren Dosierungen rasende Gedanken sowie Mund- und Augentrockenheit

Aroma und Terpenprofil

Das Aroma ist so prägnant, wie es der Name vermuten lässt: Spritzige Zitrusnoten treffen auf eine skunkartige, leicht würzige Grundlage mit pfeffrigen Akzenten. Wird ein Glas mit gut gereiften Blüten geöffnet, verbreitet sich der Duft schnell im Raum. Das sollten Sie berücksichtigen, wenn Diskretion für Sie wichtig ist. Laboranalysen nennen meist Limonen, Myrcen und Caryophyllen als vorherrschende Terpene. In manchen Proben werden zusätzlich Terpinolen und Pinen nachgewiesen. Angaben zum gesamten Terpenanteil sollten jedoch als chargenabhängige Messwerte und nicht als allgemeingültige Laborfakten verstanden werden, da das Ergebnis je nach Phänotyp sowie Trocknung und Reifung variiert. Jedes dieser Terpene prägt das Erlebnis in eine gut erkennbare Richtung:


  • Limonen: eine frische Zitruskopfnote, die häufig mit einem belebenden Eindruck verbunden wird
  • Myrcen: erdig und leicht süßlich; eines der häufigsten Terpene in Cannabis
  • Caryophyllen: eine markante pfeffrige und würzige Note
  • Terpinolen: eine frische, beinahe kiefernartige Nuance, die bei einigen Haze-Sorten beschrieben wird

Eine besonders angenehme und erwähnenswerte Variante ist der Mango-Phänotyp von Super Silver Haze. Er wird wegen seines süßeren, tropisch geprägten Bouquets geschätzt und gilt als beliebter Favorit bei Menschen, denen ein ausgeprägter Terpencharakter wichtiger ist als reine Potenz.


Auch am Gaumen bleibt der Zitruscharakter erhalten. Beim Ausatmen treten skunkartige und würzige Noten hervor, während eine feine Süße die schärferen Nuancen abrundet. Viele Menschen neigen dazu, dieses Aroma entweder besonders zu mögen oder es als zu stechend wahrzunehmen. Einen echten Mittelweg gibt es selten, was für die Haze-Familie durchaus typisch ist. Wie bei jeder Cannabisblüte entscheidet die sorgfältige Trocknung und Reifung darüber, ob der Geschmack klar und frisch oder unangenehm rau ausfällt. Es lohnt sich deshalb, auf fachgerecht gelagerte und gut gereifte Blüten zu achten.

Silver Haze anbauen: die Kurzfassung

Dies ist ein Ratgeber für Konsumenten und keine ausführliche Anbauanleitung, deshalb beschränken wir uns auf das Wesentliche. Silver Haze ist eine hoch wachsende, lange blühende Sativa, bei der sich Geduld auszahlt. Im Innenanbau benötigt sie üblicherweise zehn bis elf Wochen Blütezeit und damit länger als die meisten indica-dominanten Hybriden. In dieser Phase streckt sie sich erheblich, weshalb die Wuchshöhe von Anfang an kontrolliert werden sollte. Im Freien bevorzugt sie eine warme, lange Saison und reift vergleichsweise spät aus. Damit eignet sie sich besser für Südeuropa als für kurze Sommer in nördlicheren Regionen.


Die Pflanze kann großzügige Erträge liefern, wenn sie ausreichend Zeit und Platz erhält. Auch die Harzproduktion ist üppig und sorgt für das charakteristische silbrige Erscheinungsbild dieser Familie. Die lange Blütezeit ist der wichtigste Grund, weshalb kommerzielle Züchter die Sorte mitunter meiden: Schnellere Sorten ermöglichen mehr Ernten pro Jahr. Hobbyzüchter kehren dennoch immer wieder zu ihr zurück, weil sie die Qualität der Wirkung schätzen. Eine unkomplizierte Einsteigerpflanze ist Silver Haze damit nicht, sie gilt jedoch aus gutem Grund als Klassiker. Für alle Einzelheiten, die über diesen Überblick hinausgehen, ist eine spezielle Anbauanleitung besser geeignet als ein Sortenprofil, das mehrere Aufgaben zugleich erfüllen soll.

Bekannte Nachkommen

Eine derart einflussreiche Pflanze hat deutliche Spuren in der modernen Züchtung hinterlassen. Silver Haze und ihre Super-Variante bilden die genetische Grundlage für mehrere heutige Favoriten, darunter insbesondere Super Lemon Haze, bei der der Zitruscharakter noch stärker hervortritt, sowie Super Sour Diesel, die den energetischen und markant herben Sativa-Charakter fortführt. Züchter griffen immer wieder auf diese Genetik zurück, weil sie sowohl ein klares Kopf-High als auch eine starke Harzproduktion zuverlässig weitergab. Diese beiden Eigenschaften lassen sich nur schwer gleichzeitig in einer neuen Linie festigen.


Diese Abstammungslinie ist einer der Gründe, weshalb der Name bis heute von Bedeutung ist. Wenn Sie heute eine hochwertige, preisgekrönte Sativa genießen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihre Genetik dieser Familie zumindest teilweise etwas verdankt. Zu wissen, welche Nachkommen aus einer Sorte hervorgegangen sind, kann ebenso hilfreich sein wie die Kenntnis ihrer Herkunft, besonders wenn Sie nach einem Wirkungs- oder Aromaprofil suchen, das Ihnen bereits gefällt. Die weitreichende Abstammung erklärt zugleich das Durcheinander bei den Namen. Sobald eine Pflanze eine ganze Züchtungsdynastie begründet, wird ihre Bezeichnung schnell auch auf entfernte Verwandte übertragen.

Nine Realms T9HC Silver Haze Blüte auf einem Holztisch

Die Sicht von Nine Realms auf Silver Haze

Wir möchten die Verwirrung lieber auflösen, als daraus Kapital zu schlagen. Viele Seiten lassen das Durcheinander bei den Namen bewusst oder unbewusst bestehen. Ein verwirrter Leser klickt vielleicht häufiger und hinterfragt weniger. Unserer Ansicht nach sollte guter Inhalt jedoch anders funktionieren. Auf diese Weise gewinnt man auch keine Leser, die der Seite langfristig vertrauen und wiederkommen.


Eine ehrliche Einordnung ist hilfreicher: Silver Haze und Super Silver Haze sind miteinander verwandt, aber nicht identisch. Die meisten Online-Daten beziehen sich auf die Super-Variante, die Erfolgsserie umfasst drei Cannabis-Cup-Siege und nicht nur zwei, und der gleichnamige Film ist für die Sortenfrage schlicht irrelevant. Diese Zusammenhänge klar zu benennen, kostet uns nichts. Wir verkaufen „Silver Haze“ und möchten dennoch, dass Sie beim Kauf genau wissen, was Sie erhalten, woher die Genetik stammt und auf welche Variante sich ein Laborbericht tatsächlich bezieht. Klarheit ist wertvoller als bloßer Hype. Ein gut informierter Leser ist langfristig auch der bessere Kunde.

Fazit

Silver Haze hat sich bewährt, weil die Sorte das typische belebende und geistig anregende Sativa-Erlebnis besonders überzeugend vermittelt. Ihr weiterentwickelter Ableger stellte diese Qualität drei Jahre in Folge auf höchstem Wettbewerbsniveau unter Beweis. Lässt man die Verwirrung rund um die Namensgebung beiseite, bleibt eine außergewöhnliche Pflanzenfamilie, die sich ihren guten Ruf tatsächlich verdient hat, statt lediglich von einem bekannten Namen zu profitieren.


Ein so traditionsreicher Name zieht beinahe ebenso viel Verwirrung wie Bewunderung auf sich. Die Lösung ist dieselbe, die in diesem Leitfaden durchgehend verfolgt wurde: Konzentrieren Sie sich auf die entscheidenden Fakten. Klären Sie, um welche Sorte es sich handelt, wie sie mit der „Super“-Variante zusammenhängt und welches Suchergebnis lediglich auf einen gleichnamigen Film verweist.

Drei Cannabis-Cup-Siege in drei aufeinanderfolgenden Jahren sind eine belegbare Leistung. Alles andere ist zunächst nur ein Name, der sich weit verbreitet hat.

FAQ

Ist Super Silver Haze eine Indica oder eine Sativa?

Super Silver Haze ist sativadominant. Üblicherweise wird ein Verhältnis von etwa 80 % Sativa zu 20 % Indica angegeben, während manche Quellen von 70 zu 30 sprechen. Unabhängig von der genauen Einordnung ist die Wirkung eindeutig energetisch, geistig anregend und kopfbetont, nicht vorwiegend beruhigend oder körperlich schwer.

Wie hoch ist der THC-Gehalt von Silver Haze?

Die meisten Chargen enthalten etwa 18 bis 23 % THC; besonders starke Phänotypen erreichen ungefähr 25 %. Der CBD-Gehalt liegt unter 1 %, weshalb die Wirkung nahezu vollständig vom THC bestimmt wird und entsprechend intensiv ausfallen kann.

Was unterscheidet Silver Haze von Super Silver Haze?

Silver Haze ist der ältere Klassiker; Super Silver Haze die potentere, preisgekrönte Green-House-Seeds-Variante, auf die sich Online-Angaben meist beziehen.

Nine realms CEO and Blog Author Jans Beloglazovs

Autor: Jans Beloglazovs

Aus der streng regulierten Cannabis-Landschaft Europas kommend, hat sich Jan durch umfangreiche Erfahrung im Cannabis-Geschäft und ein ausgeprägtes Gespür für die sich wandelnden Trends in Europa zu einer bekannten Persönlichkeit der europäischen Cannabis-Branche entwickelt. Als Mitbegründer der Cannabis-Marke Nine Realms nutzt er sein Fachwissen, um sich für eine fortschrittliche Cannabis-Politik einzusetzen und ein breites Publikum aufzuklären.

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