Was ist Piatella? Kaltgereiftes Hasch erklärt (und woran du Fälschungen erkennst)
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Wenn du dich fragst, was Piatella ist, solltest du wissen: Über kaum ein anderes Hasch wurde in den letzten fünf Jahren so viel gesprochen. Trotzdem liegt fast jeder Ratgeber schon bei den Grundlagen daneben. Manche bezeichnen es als italienische Presstechnik. Andere empfehlen, es auf 40 °C zu erwärmen und wie einen Teig zu kneten, bis es glänzt. Beides beschreibt kein Piatella.
Was es tatsächlich ist: vollständig schmelzendes Eiswasserhasch, sogenanntes Full Melt, das luftdicht verschlossen über einen Monat bei Kühlschranktemperatur reift. Ohne Hitze. Ohne Presse. Ohne Lösungsmittel. Es braucht Zeit, Kälte und Harz, dessen Qualität diese lange Reifung überhaupt rechtfertigt.
In diesem Ratgeber erfährst du, woher Piatella kommt, wie es hergestellt wird und worüber fast niemand schreibt: wie du echtes kaltgereiftes Piatella von Hasch unterscheidest, das lediglich unter diesem Namen verkauft wird.
Inhaltsverzeichnis
Kurz zusammengefasst: Piatella ist keine Extraktionsmethode. Es handelt sich um vollständig schmelzendes Eiswasserhasch, das luftdicht verschlossen vier bis sechs Wochen bei 4 bis 10 °C kalt reift. Dabei wird das körnige Harz cremig und hell. Die Technik entstand um 2019 in Barcelona, nicht in Italien. Echtes Piatella ist weich, hell, duftet intensiv und schmilzt sauber. Was dunkel, trocken oder geruchsarm ist, hat diese Reifung nicht durchlaufen.
Piatella ist keine Extraktionsmethode. Genau dieser Irrtum steckt hinter einem Großteil der falschen Informationen, die darüber kursieren.
Bei der Extraktion wird das Harz vom Pflanzenmaterial getrennt. Piatella beginnt erst, wenn dieser Schritt abgeschlossen ist. Ausgangspunkt ist Hasch, das bereits mit Eiswasser gewaschen, getrocknet und als Full Melt eingestuft wurde. Anschließend wird es luftdicht verpackt, gekühlt und in Ruhe gelassen. Am Ende entsteht eine flache, dichte Platte, die sich eher wie kalte Butter anfühlt als wie das Hasch, das du bisher in der Hand hattest.
Der Name verrät es bereits. Er leitet sich vom italienischen „piattella“ ab, ungefähr „die kleine Flache“, und bezieht sich auf die Form, die das Harz in seiner verschlossenen Verpackung annimmt. Flach, nicht gepresst. Die flache Form entsteht beim Vakuumieren. Sie ist nicht das eigentliche Ziel des Verfahrens.
Während der Reifung passiert etwas Ungewöhnliches. Terpene, die zunächst in einzelnen Trichomköpfen eingeschlossen waren, beginnen, durch die Masse zu wandern und sich neu zu verteilen. Haschhersteller sprechen davon, dass das Harz „schwitzt“ (ihre Wortwahl, nicht meine). Terpene sind von Natur aus flüchtig, weshalb Hitze hier unerwünscht ist. Welchen Beitrag sie zur tatsächlichen Wirkung einer Sorte leisten, ist in Russos Arbeit über die Wechselwirkung zwischen Cannabinoiden und Terpenoiden ausführlich dokumentiert. Aus körnigem, sandigem Material wird eine cremige, gleichmäßige Masse. Da dabei weder Hitze noch Luft ins Spiel kommen, bleibt die Farbe hell. Die Aromastoffe bleiben dort, wo sie hingehören: im Hasch und nicht in der Raumluft.
Das ist die ganze Technik. Sie lässt sich in einem Satz beschreiben, und genauso leicht lässt sich behaupten, man hätte sie angewendet.
In den meisten deutschen Ratgebern steht, Piatella sei italienisch. Das stimmt für den Namen. Für die Technik stimmt es nicht.
Entwickelt wurde Piatella bei Uncle’s Farm, einem Cannabis Social Club in Barcelona, von dessen Gründer, den die Szene als Zio kennt. Zio ist das italienische Wort für Onkel, daher der Name des Clubs (besonders ausgefallene Markennamen stehen dort offenbar nicht im Vordergrund). Quellen verorten die ersten Versuche um 2019; etwa 2020 hatte das Verfahren seine heute bekannte Form angenommen. Alchimia datiert den Ursprung auf ungefähr 2018. Ripper Seeds nennt 2019 und eine Festigung des Verfahrens im Jahr 2020. Die ehrliche Antwort lautet also: Ende der 2010er-Jahre in Barcelona. Wer dir ein genaues Entstehungsdatum nennt, kann letztlich auch nur schätzen.
Zio arbeitete mit hochwertigem Eiswasserhasch von Produzenten wie La Sagrada Farms und Slite23 und untersuchte, welchen Einfluss die Reifetemperatur auf das fertige Produkt hat. Dabei zeigte sich, dass eine kalte Lagerung unter Luftabschluss über mehrere Wochen etwas bewirkte, das selbst die ausgefeilteste Extraktion allein nicht erreichen konnte.
Ist diese Entstehungsgeschichte für dich als Käufer wichtig? Mehr, als du vielleicht denkst. Piatella entstand in einer Szene, die größten Wert auf Full-Melt-Qualität legte. Schon das Ausgangshasch war außergewöhnlich gut, bevor es überhaupt verpackt wurde. Das Verfahren war nie dafür gedacht, mittelmäßiges Harz zu retten. Wenn ein Verkäufer Piatella also als Verarbeitungstrick darstellt, der gewöhnliches Hasch aufwertet, hat er entweder selbst etwas falsch verstanden oder hofft, dass du es tust.
Es gibt vier Schritte. Jeder legt eine Qualitätsgrenze fest, die sich in den folgenden Schritten nicht mehr anheben lässt. Erst der letzte macht daraus tatsächlich Piatella. Die ersten drei gehören zur Herstellung von gutem, vollständig schmelzendem Bubble Hash. Ein Produzent kann sie alle fehlerfrei durchführen und am Ende trotzdem ein wenig bemerkenswertes Produkt erhalten. Seinen besonderen Charakter bekommt es erst durch die Reifung.
Deshalb wirkt auch der Zeitaufwand im Vergleich zu anderen Konzentraten ungewöhnlich. Rosin braucht Minuten. Ein Waschvorgang dauert einen Tag. Bei Piatella vergeht mehr als ein Monat, bevor es verkauft werden kann. Die meiste Zeit liegt dabei eine verschlossene Packung im Dunkeln, während im Inneren Veränderungen ablaufen, die sich von außen nicht beobachten lassen.
Die Pflanze kommt direkt bei der Ernte im Ganzen in den Gefrierschrank. Sie wird vorher weder getrocknet noch gereift. Der Grund ist der Erhalt der Terpene. Diese flüchtigen Aromastoffe befinden sich in intakten Trichomköpfen, die unversehrt bleiben, wenn das Material unmittelbar von der lebenden Pflanze in den Gefrierschrank gelangt. Getrocknetes Material hat bereits einen erheblichen Teil der Stoffe verloren, die sich während der späteren Reifung neu verteilen sollen.
Dieser Schritt bestimmt, welche Qualität überhaupt erreichbar ist. Ein schwaches Ausgangsmaterial wird durch Reifung nicht zu einem starken Endprodukt.
Das gefrorene Material wird in Eiswasser bewegt und durch mehrere Siebbeutel geleitet, die die Trichomköpfe nach Größe trennen. In den einzelnen Beuteln sammeln sich Fraktionen unterschiedlicher Mikrongrößen.
Für Piatella zählt die vollständig schmelzende Fraktion, in der sich die reinsten Trichomköpfe sammeln. Die veröffentlichten Angaben dazu gehen auseinander. Eine Quelle nennt einen Zielbereich von 73 bis 120 Mikrometern. Ripper Seeds gibt 90 bis 120 Mikrometer an und weist darauf hin, dass gezielt Genetiken mit großen Drüsenköpfen ausgewählt werden. Orientiere dich eher am Bereich als an einer exakten Zahl, denn das geeignete Größenfenster hängt von der Sorte ab.
Alles außerhalb dieses Bereichs wird für andere Produkte beiseitegelegt. Das ist einer der Gründe, warum Piatella teuer ist. Du bezahlst für einen kleinen Teil eines Waschvorgangs, dessen übriger Ertrag überwiegend in andere Produkte fließt.
Das gewaschene Harz muss sein Wasser verlieren, bevor es reifen kann. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.
Gefriertrocknung, auch Lyophilisation genannt, ist die schnellere und besser reproduzierbare Variante. Sie entzieht dem Material unter Vakuum innerhalb weniger Stunden die Feuchtigkeit und lässt wenig Raum für Fehler. Ripper Seeds beschreibt sie als die stabilste und am besten reproduzierbare verfügbare Methode.
Der traditionelle Weg ist eine langsame Lufttrocknung über mehrere Tage bei niedriger Temperatur, geringer Luftfeuchtigkeit und vollständiger Dunkelheit. Sie verlangt der Person, die sie durchführt, deutlich mehr ab. Schimmelbildung ist ein reales Risiko, und der Spielraum für Fehler ist kleiner. Richtig durchgeführt liefert sie hervorragendes Material. Viele angesehene Produzenten arbeiten nach wie vor genau so. Unserer gehört dazu. Das ist eine bewusste Entscheidung und keine Abkürzung.
Keine der beiden Methoden ist automatisch überlegen. Gefriertrocknung bringt gleichbleibende Ergebnisse und spart Zeit. Lufttrocknung bringt nur dann etwas, wenn der Produzent genau weiß, was er tut.
Dieser Schritt macht das Hasch zu Piatella. Das getrocknete Hasch wird unter vollständigem Luftabschluss verpackt, entweder vakuumiert oder eng in Zellophan, Folie oder pflanzliche Zellulose eingeschlagen. Anschließend ruht es im Dunkeln vier bis sechs Wochen bei konstanten 4 bis 10 °C. Manche Produzenten verlängern die Reifung auf nahezu zwei Monate.
Entscheidend ist dabei das Wort „konstant“. Temperaturschwankungen ruinieren mehr Chargen als jeder andere Faktor. Auch Licht und eindringende Luft können eine Charge verderben. Durch Oxidation wird das Harz dunkler und verliert genau das Aroma, das dieses ganze Verfahren bewahren soll.
Du wirst deutsche Ratgeber finden, die empfehlen, Piatella auf 35 bis 40 °C zu erwärmen, mit einer Microplane-Reibe zu zerkleinern und anschließend durch Kneten und Falten eine glänzende Masse daraus zu machen. Diese Technik gibt es, und sie liefert auch ein Produkt. Piatella ist es nicht.
Bis auf eine nennen alle von uns geprüften Quellen eine Kaltreifung bei Kühlschranktemperatur. Das reicht von den Urhebern in Barcelona bis zu Alchimia, Sensi Seeds und Ripper Seeds. Harz auf 40 °C zu erwärmen und mit den Händen zu bearbeiten, kommt eher dem Gegenteil dieses Verfahrens gleich. Wenn du solchen Anleitungen folgst und Piatella erwartest, erhältst du etwas völlig anderes.
„Piatella“ ist zu einer Premiumbezeichnung geworden, und solche Bezeichnungen ziehen Nachahmer an. Vieles wird unter diesem Namen verkauft, ohne jemals eine Kaltreifung durchlaufen zu haben. Es gibt sechs Dinge, die du prüfen kannst, und für keines davon brauchst du ein Labor.
Konsistenz. Echtes kaltgereiftes Piatella ist bei Raumtemperatur formbar und bei Kälte fester. Es erinnert eher an gekühlte Butter als an einen Ziegelstein. Bei leichtem Druck sollte es nachgeben, statt zu brechen. Hasch, das splittert, bröselt oder sich unter dem Daumen sandig anfühlt, wurde entweder gar nicht oder nicht richtig gereift.
Farbe. Die Reifung findet ohne Licht, Luft und Hitze statt. Deshalb bleibt richtig hergestelltes Piatella hell. Typisch sind helle bis mittlere Farbtöne, häufig blond oder cremefarben. Sehr weißes Piatella deutet meist auf eine besonders reine Full-Melt-Eiswasserextraktion hin, weshalb dieser Begriff so häufig in Suchanfragen auftaucht. Dunkelbraunes oder fast schwarzes Harz erzählt eine andere Geschichte: Oxidation, Hitze oder Alterung.
Oberfläche. Achte auf eine gleichmäßige, leicht glänzende Oberfläche, statt auf eine stumpfe oder staubige. Der Glanz entsteht durch Terpene, die während der Reifung durch die Masse gewandert sind. Eine matte, pudrige Oberfläche deutet darauf hin, dass sie dort nicht angekommen sind.
Verhalten bei Hitze. Das ist der zuverlässigste dieser Tests. Full-Melt-Material sollte sauber und vollständig schmelzen und unter Blasenbildung verdampfen, ohne verkohlte Rückstände zu hinterlassen. Was schwarz wird, knistert oder Asche hinterlässt, enthält noch Pflanzenmaterial, das bei einer ordentlichen Eiswasserextraktion entfernt worden wäre.
Aroma. Die Kaltreifung bewahrt flüchtige Verbindungen, die durch Hitze zerstört werden. Echtes Piatella sollte intensiv und vielschichtig duften, und zwar sofort, wenn du den Behälter öffnest. Ein schwaches oder flaches Aroma ist das deutlichste Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist oder die Reifung überhaupt nicht stattgefunden hat.
Frag nach dem Laborbericht. Das ist die schnellste Möglichkeit, unseriöse Angebote auszusortieren. Jeder Produzent, der von seinem Material überzeugt ist, kann dir ein Analysezertifikat vorlegen. Ein Verkäufer, der das nicht kann oder nicht will, hat die Frage damit bereits beantwortet.
Bei Piatella werden die Harzdrüsen konzentriert, während fast das gesamte Pflanzenmaterial zurückbleibt. Dadurch ist es deutlich stärker als traditionell gepresstes Hasch. Darüber besteht weitgehend Einigkeit.
Genaue Angaben zur Wirkstärke verdienen deutlich mehr Skepsis, als ihnen gewöhnlich entgegengebracht wird. Die online genannten Werte für Piatella sind häufig nicht belegt. Zudem beeinflussen die Ausgangsgenetik, die Qualität der Eiswasserextraktion und die ausgewählte Mikronfraktion das Ergebnis. Ripper Seeds weist sinnvollerweise darauf hin, dass die Struktur der Trichome wichtiger ist als ein werbewirksamer Prozentwert. Ein sauberes Full-Melt-Hasch mit einem moderaten Wert kann besser abschneiden als ein verunreinigtes mit einem hohen.
An dieser Stelle werden auch Cannabinoidgehalt und rechtlicher Status häufig vermischt, obwohl das zwei verschiedene Themen sind. Unser eigenes Piatella wird in Italien von einem Produzenten hergestellt, mit dem wir unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung zusammenarbeiten. Die Grundlage ist Jack Herer, ergänzt durch T9HC, bei einem THC-Gehalt von unter 0,2 %. T9HC ist ein eigenständiges Cannabinoid und kein anderer Name für THC. Für beide gelten unterschiedliche rechtliche Regelungen. Die Technik stammt aus Barcelona. Das Hasch aus Italien.
Zur Einordnung: Nach Angaben der Drogenagentur der Europäischen Union lag der durchschnittliche THC-Gehalt von 2024 in der EU beschlagnahmtem Cannabisharz bei 24,6 %. Das war ungefähr doppelt so viel wie bei Cannabisblüten mit 12 %. Dabei handelt es sich um herkömmliches Harz, nicht um Full Melt. Genau damit vergleichen die meisten Menschen unbewusst, wenn sie einen Prozentwert zu Piatella hören.
Daraus ergeben sich zwei Punkte. Konzentriertes Harz liegt deutlich über Blüten, weshalb der Hinweis zur Dosierung weiter unten wichtig ist. Und eine Zahl ohne zugehöriges Analysezertifikat ist eine Werbeaussage, kein belegter Messwert.
Was du unabhängig überprüfen kannst, ist das Zertifikat. Unseres ist auf der Produktseite veröffentlicht. Keiner der deutschsprachigen Ratgeber, die wir geprüft haben, veröffentlicht eines. Das solltest du im Hinterkopf behalten, wenn du ihre Angaben zur Wirkstärke liest.
Vergleiche zwischen Haschsorten sind oft wenig aussagekräftig, weil jeweils anderes Pflanzenmaterial verwendet wird. Bei unseren Produkten ist das anders. Unser Piatella, La Mousse, Static und Dry Sift basieren alle auf demselben Jack Herer und derselben T9HC-Mischung. Die nachfolgend beschriebenen Unterschiede ergeben sich deshalb allein aus der Methode.
Hasch |
Trennverfahren |
Nachbehandlung |
Aroma |
Charakter |
Eiswasserextraktion |
Kaltreifung, vier bis sechs Wochen bei 4 bis 10 °C |
Kiefer und Gewürze |
Cremig, hell, terpenbetont |
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Eiswasserextraktion |
Kaltgereift, aufgeschlagene Konsistenz |
Kiefer und Pfeffer |
Leicht, luftig, weich |
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Siebung mithilfe statischer Elektrizität |
Trocken, ungereift |
Zitrus und Kiefer |
Sehr rein, pulverförmig bis leicht gepresst |
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Mechanische Trockensiebung |
Trocken, ungereift |
Kräuter und Pfeffer |
Klassischer Sift-Charakter, körnig |
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Frozen Sift |
Siebung bei Temperaturen unter null Grad |
Trocken, ungereift |
Je nach Charge unterschiedlich |
Brüchig, hohe Reinheit |
Kurz gesagt: Mit Wasser gewaschenes und gereiftes Hasch bietet Aroma und eine besondere Konsistenz, gesiebtes Hasch bietet Reinheit und einen trockeneren Charakter. Keines ist grundsätzlich besser. Falls dir dieser Unterschied neu ist, erklären ihn unsere Vergleiche Kief und Hasch sowie Hasch und Cannabis ausführlicher.
Wenn du das intensivste Terpenerlebnis im Sortiment suchst, ist Piatella seinen Preis wert. Wenn du etwas Trockeneres möchtest, das sich im Joint gut und gleichmäßig verarbeiten lässt, greif zu gesiebtem Hasch und gib die Differenz für etwas anderes aus.
Möchtest du mehr über die einzelnen Sorten erfahren? Wir haben eigene Artikel zu La Mousse Hasch, Static Hasch und Frozen Sift. Sie zeigen jeweils, wie die Methode beeinflusst, was am Ende im Glas landet. Das gesamte Sortiment findest du in unserer Hasch-Kollektion.
Gut zu wissen: Die Jack-Herer-Genetik, auf der alle vier basieren, ist der Hauptgrund dafür, dass sich die Kiefernnote durch das gesamte Sortiment zieht.
Piatella entfaltet seine Qualitäten bei niedrigen Temperaturen. Das steht im Gegensatz dazu, wie die meisten Menschen Hasch konsumieren.
Vaporizer. Damit hast du die besten Chancen, das zu erleben, wofür du bezahlt hast. Ein spezieller Vaporizer für Konzentrate oder ein Hybridgerät im unteren Temperaturbereich bewahrt die Terpene, die während der sechswöchigen Reifung geschützt wurden. Fang niedrig an. Höher stellen kannst du immer noch.
Dabbing. Full-Melt-Material lässt sich sauber dabben. Ein Dab bei niedriger Temperatur ist der direkteste Weg, das Terpenprofil kennenzulernen. Bei zu hoher Temperatur zerstörst du genau das, was Piatella seinen besonderen Wert verleiht.
Im Joint. Das funktioniert, und viele bevorzugen diese Variante. Du solltest aber wissen, welche Abstriche du dabei machst. Die Verbrennung läuft bei deutlich höheren Temperaturen ab als die zuvor genannten Methoden und zerstört einen großen Teil der Aromastoffe. Außerdem ist Piatella weich und lässt sich deshalb nicht wie Dry Sift in einen Joint bröseln. Kühle es vorher ein paar Minuten oder rolle es zu einer dünnen Schnur, die du neben die Blüten legst, statt mühsam zu versuchen, es zu zerkleinern. Das gleiche Prinzip gilt für Temple Ball, falls du damit schon gearbeitet hast.
Noch ein praktischer Hinweis zur Dosierung: Dieses Produkt ist deutlich konzentrierter als Blüten. Auch die Wirkung von Hasch setzt nicht unbedingt im gleichen zeitlichen Verlauf ein. Nimm deshalb für den Anfang weniger als die Menge, die dir angemessen erscheint. Du musst dich nicht beeilen.
Die drei Dinge, die eine Reifung ruinieren, schaden auch dem fertigen Produkt: Wärme, Licht und Luft.
Bewahre es deshalb in einem luftdichten Behälter, dunkel und kühl auf. Ein Kühlschrank ist ideal und bildet die Bedingungen der Reifung weitgehend nach. Silikon und Glas eignen sich beide. Dünne Frischhaltefolie reicht für einen Tag, ist für einen Monat aber keine gute Lösung.
Lass es vor dem Verarbeiten auf Raumtemperatur kommen, sonst ist es zu fest. Wird es zu warm, klebt es dagegen überall. Eine kurze Zeit im Kühlschrank vor dem Portionieren erspart dir klebrige Hände und verhindert, dass ein Teil davon an deinen Fingern hängen bleibt. Alles Weitere findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zur Lagerung von Hasch.
Richtig gelagert bewahrt Piatella seinen Charakter über Monate. Bei schlechter Lagerung wird es innerhalb weniger Wochen dunkler und verliert an Aroma.
Die Cannabisgesetzgebung in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach geändert. Die Rechtslage zu einzelnen Cannabinoiden ist weder abschließend geklärt noch EU-weit einheitlich. Die Berichte der EUDA zeigen, wie schnell sich die Lage verändern kann: HHC war zunächst weitgehend unreguliert und wurde innerhalb von ungefähr zwei Jahren in mindestens 22 EU-Mitgliedstaaten rechtlichen Kontrollen unterstellt. Alles, was du zu diesem Thema liest, einschließlich dieser Seite, solltest du vor einer Entscheidung mit den aktuell geltenden Vorschriften an deinem Wohnort abgleichen. Wir können keine Rechtsberatung leisten, und diese Seite ist auch nicht als solche zu verstehen.
Was wir klar benennen können, ist die Zusammensetzung unseres eigenen Produkts. Unser Piatella enthält weniger als 0,2 % THC. Es wird mit T9HC gemischt, einem von THC verschiedenen Cannabinoid mit einer eigenen rechtlichen Einordnung. Die beiden sollten deshalb nicht gleichgesetzt werden. Das Produkt wird an Erwachsene ab 18 Jahren verkauft. Jede Charge wird im Labor geprüft, und das Zertifikat wird auf der Produktseite veröffentlicht.
Einen umfassenderen Überblick findest du in unserem Ratgeber zur Frage, ob Hasch legal ist.
Piatella bezeichnet eine Reifung, keine Extraktion. Daraus ergibt sich alles Weitere. Die Eiswasserextraktion bestimmt, wie gut das Harz überhaupt werden kann. Die anschließenden vier bis sechs Wochen bei Kühlschranktemperatur entscheiden, ob daraus Piatella wird oder ob es lediglich flaches Bubble Hash bleibt.
Genau deshalb lässt sich die Bezeichnung so leicht missbrauchen. Weder Form noch Verpackung beweisen, dass die Reifung tatsächlich stattgefunden hat. Deshalb musst du selbst genauer hinsehen. Weich bei Raumtemperatur, fester bei Kälte. Hell statt dunkel. Eine leicht glänzende Oberfläche. Ein Schmelzverhalten ohne Rückstände. Ein Aroma, das dich erreicht, bevor der Deckel ganz geöffnet ist.
Fehlen zwei oder drei dieser Merkmale, verspricht der Name auf der Verpackung mehr, als das Hasch tatsächlich bietet.
Wenn du dir nur eine Sache merken möchtest: Frag nach dem Zertifikat. Ein Produzent, der sorgfältig gearbeitet hat, wird es bereithalten. Einer, der das nicht getan hat, wird das Thema wechseln.
„Sechs Wochen im Dunkeln bei Kühlschranktemperatur. Schneller geht es nicht, und genau darin liegt der Sinn, nicht das Problem.“
Quellen
Produkte von Nine Realms sind für Erwachsene ab 18 Jahren bestimmt. Wissen ist die Grundlage jeder Entscheidung.
Das hängt vollständig davon ab, was enthalten ist. Traditionelles Piatella aus Cannabis mit hohem THC-Gehalt unterliegt denselben Regeln wie andere Cannabisprodukte. Unseres wird mit T9HC gemischt und weist laut Laborprüfung weniger als 0,2 % THC auf, wodurch es anders eingeordnet wird. Prüfe die aktuelle Rechtslage an deinem Wohnort, denn sie verändert sich.
Intensiv, und genau darum geht es. Eine richtige Kaltreifung hält flüchtige Terpene im Harz, statt sie durch Wärme und Luft verloren gehen zu lassen. Deshalb sollte dir das Aroma schon entgegenkommen, bevor der Deckel ganz geöffnet ist. Unser Piatella duftet nach Kiefer und Gewürzen, geprägt von der zugrunde liegenden Jack-Herer-Genetik. Ein schwaches Aroma ist das deutlichste Zeichen dafür, dass die Reifung misslungen ist oder nie stattgefunden hat.
Sehr helles, fast weißes Piatella deutet meist auf eine außergewöhnlich saubere Full-Melt-Eiswasserextraktion mit nahezu keinen pflanzlichen Verunreinigungen hin, gefolgt von einer Reifung mit geringer Oxidation. Eine helle Farbe ist grundsätzlich ein gutes Zeichen. Es handelt sich aber weder um ein eigenes Produkt noch um eine eigene Qualitätsstufe. Die Farbe allein garantiert nichts. Prüfe deshalb auch Konsistenz und Schmelzverhalten, bevor du dich von ihr überzeugen lässt.
Meist kostet es mehr als herkömmliches Hasch. Das liegt an der Herstellung und nicht bloß am Marketing. Verwendet wird nur eine eng begrenzte Mikronfraktion aus einer vollständigen Eiswasserextraktion. Dafür braucht es frisch eingefrorenes Ausgangsmaterial und anschließend vier bis sechs Wochen gekühlte Lagerung, bevor das Produkt verkauft werden kann. Die Preise unterscheiden sich je nach Produzent und Qualität erheblich. Unsere findest du auf der Piatella-Produktseite.
Weil die Veränderung auf einer physikalischen Wanderung der Terpene beruht und nicht auf einer Reaktion, die sich einfach beschleunigen lässt. Bei Kühlschranktemperatur verteilen sich die Terpene langsam in der Harzmasse neu. Dafür gibt es keinen Regler, den man nur höher drehen müsste. Wenn du das Material erwärmst, um den Vorgang zu beschleunigen, entsteht ein anderes Produkt.