Zkittlez-Sorte: Wirkung, Geschmack und die Phänotyp-Familie
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Zkittlez schmeckt wie eine ganze Handvoll Fruchtbonbons. Genau darin liegt ihr besonderer Reiz, und genau deshalb greifen viele immer wieder zu ihr. Es handelt sich um eine Indica-dominierte Hybride, bei der der Geschmack klar im Vordergrund steht, begleitet von einer lockeren, beruhigenden körperlichen Wirkung, die einen in der Regel nicht völlig an das Sofa fesselt. Einen Haken gibt es allerdings: Inzwischen tragen zahlreiche Ableger diesen Namen, von Gorilla Zkittlez bis Watermelon Zkittlez, und genau dort beginnt die Verwirrung. Dieses Profil trennt die klassische Sorte von ihren Kreuzungen und bleibt bei den Angaben ehrlich, was mehr ist, als viele andere Seiten leisten.
Inhaltsverzeichnis
TL;DR: Zkittlez ist eine Indica-dominierte Sorte, die für ihren süßen, fruchtig-bonbonartigen Geschmack und eine entspannende, stimmungsaufhellende Wirkung bekannt ist, die bei vernünftiger Dosierung gut kontrollierbar bleibt. Der THC-Gehalt wird üblicherweise mit etwa 18 bis 23 % angegeben, wobei die Quellen hier deutlich voneinander abweichen. Die Abstammung und einige Kennzahlen sind tatsächlich umstritten, deshalb nennen wir Spannen statt einer scheinbar eindeutigen Antwort, die es so nicht gibt.
Beginnen wir mit dem Namen. Die Sorte erinnert geschmacklich an die gleichnamige Süßigkeit, und genau darauf haben die Züchter ihren Fokus gelegt. Hinter der Süße steckt eine Indica-dominierte Hybride, die ihre Anhängerschaft weniger durch rohe Kraft als durch ihr Aroma und ein leichtes, geselliges High gewonnen hat. Auch Wettbewerbserfolge gehören zu ihrer Geschichte: Ein Sieg beim Emerald Cup wird meist auf das Jahr 2016 datiert, auch wenn die genauen Titel und Jahreszahlen je nach Autor unterschiedlich angegeben werden. Über die folgenden Punkte sind sich die meisten Beschreibungen jedoch weitgehend einig.
Eigenschaft |
Zkittlez |
Typ |
Indica-dominierte Hybride (üblicherweise mit ~70/30 angegeben) |
THC |
Wird meist mit etwa 18 bis 23 % angegeben (die Angaben variieren stark) |
CBD |
Niedrig, in der Regel unter 1 % |
Herkunft |
Grape Ape x Grapefruit sowie ein umstrittener dritter Elternteil |
Dominantes Terpen |
Caryophyllen (andere Terpene werden je nach Quelle unterschiedlich genannt) |
Geschmack |
Süß, fruchtig, bonbonartig, tropisch, Traube und Beeren |
Wirkung |
Entspannend, stimmungsaufhellend, körperbetont, aber nicht zwingend couchlock-artig |
Verstehen Sie diese Angaben eher als Spannen und nicht als exakt festgelegte Werte. Jeder Anbau, jeder Schnitt und jede Charge kann sie verändern. Und wie gleich deutlich wird, sind selbst veröffentlichte Quellen bei ihren eigenen Angaben nicht immer konsequent.
Indica-dominant. Der Indica-Anteil wird meist mit etwa 70 % angegeben, gelegentlich auch mit 60/40, aber in beiden Fällen tendiert die Sorte klar eher zur entspannten als zur anregenden Seite. Bei der Abstammung wird es etwas unscharf: Grape Ape, gekreuzt mit Grapefruit, dazu ein dritter Elternteil, den die Züchter nie offiziell benannt haben. Wer also mit völlig ernster Miene eine ganz genaue Genetik aufzählt, füllt letztlich nur eine Lücke. Die Anerkennung geht in der Regel an die 3rd Gen Family und die Terp Hogz-Crew. Was die Einordnung im Vergleich zu anderen Sorten betrifft, ordnet unser Leitfaden zu den besten Indica-Sorten sie unter ihren Gleichgesinnten ein, während der Leitfaden zu den besten Sativa-Sorten das andere Ende des Spektrums zeigt.
Die Auszeichnungen stützen ihren Ruf. Ein Emerald Cup um 2016, starke Platzierungen beim Cannabis Cup 2015 – und genau wie bei der Genetik werden auch diese Titel und Daten von Seite zu Seite recht frei übernommen. Betrachten Sie sie daher eher als gut gestützte Hinweise denn als unumstößliche Fakten. Der nicht genannte dritte Elternteil bleibt die ehrliche Lücke. Die Züchter haben sich dazu bedeckt gehalten; viele Websites überdecken dieses Schweigen mit einer sauber klingenden, aber erfundenen Kreuzung. Wir lassen die Lücke lieber offen.
Das ist der Punkt, für den Zkittlez tatsächlich berühmt geworden ist. Öffnet man ein Glas, bewegt sich der Duft irgendwo zwischen Süßwarenladen und reifer Obstschale.
Beim Einatmen entspricht der Geschmack weitgehend dem Geruch. Beim Ausatmen bleibt eine süße, leicht tropische Note zurück. Nur wenige Sorten kommen einem Dessert so nahe, und genau das ist, noch mehr als die reine Stärke, ihr eigentlicher Reiz.
Der Geschmack bleibt auch beim Konsum überraschend gut erhalten. Am intensivsten zeigt er sich bei einem Trockenkräuter-Vaporizer um etwa 180°C, bleibt in einem Joint noch erkennbar und verliert sich am schnellsten bei überhitzten Konsumformen. Süße Aromen verbrennen schnell.
Die Wirkung schleicht sich eher langsam ein. Zuerst zeigt sich ein sanftes Hochgefühl im Kopf, dann zieht der Körper nach, und die meisten berichten eher von einem gleichmäßigen Anstieg als von einem abrupten Kick.
Der zeitliche Verlauf ist erwähnenswert, weil ihn kaum ein Leitfaden wirklich beschreibt. Nach dem Inhalieren setzt die Wirkung innerhalb weniger Minuten ein. Der Kopfrausch erreicht relativ früh seinen Höhepunkt, während sich die körperliche Entspannung darunter aufbaut, statt plötzlich abzufallen; anschließend klingt das Ganze langsam aus. Die meisten landen eher entspannt und mit leichtem Hunger als völlig benommen. Genau deshalb wirkt Zkittlez wie eine leichtere Indica und nicht wie eine schwere. Dosis und Toleranz bestimmen dabei alles, sodass ein Neuling und ein täglicher Konsument nicht denselben Verlauf erleben werden.
Wann man danach greifen sollte: eher am Abend. Zkittlez passt besser zu einem ruhigen, gemütlichen Abend als zu einem produktiven Arbeitsnachmittag und macht in der Regel nicht so platt wie eine schwere Kush. Neulinge sollten trotzdem langsam herangehen. Der Geschmack ist verführerisch, und die Dosis steigt unbemerkt, wenn man nicht aufpasst.
Ein kleiner Punkt zur Ehrlichkeit: Die veröffentlichten Terpenlisten stimmen nicht durchgehend überein. Caryophyllen ist das Terpen, das fast überall genannt wird – die pfeffrige Komponente, die häufig mit einem beruhigenden Körpergefühl in Verbindung gebracht wird. Darüber hinaus tauchen je nach Labor und Schnitt Limonen, Myrcen, Humulen und Linalool in wechselnden Kombinationen auf. Wir tun daher nicht so, als gäbe es ein einziges endgültiges Profil, wenn die Daten das nicht hergeben. Fair sagen lässt sich aber: Der süß-fruchtige Duft und die sanfte körperliche Wirkung passen zu einer fruchtigen Mischung, in der Caryophyllen dominiert. Wer neu im Thema Terpene ist, findet im Terpen-Leitfaden eine Erklärung, welche Wirkungen einzelne Terpene typischerweise haben.
Ein praktischer Hinweis dazu: Die pfeffrige Caryophyllen-Note verbindet sich mit helleren Zitrus- und Fruchtterpenen. Das Ergebnis ist genau diese süße, aber zugleich beruhigende Wirkung, nach der viele suchen. Die Verhältnisse unterscheiden sich jedoch von Schnitt zu Schnitt, weshalb zwei Gläser mit demselben Etikett erstaunlich unterschiedlich riechen können.
An dieser Stelle lassen viele Ratgeber ihre Leser im Unklaren. „Zkittlez“ ist inzwischen nicht mehr nur eine Sorte, sondern auch ein Name, der für eine ganze Familie verwendet wird. Einige Kreuzungen werden sogar häufiger gesucht als das Original. Die wichtigsten sind:
Wenn Sie einkaufen oder einfach nur recherchieren, prüfen Sie, welche Sorte Sie tatsächlich vor sich haben. Gorilla Zkittlez und klassisches Zkittlez sind Cousins, keine Zwillinge, und Geschmack sowie Stärke können sich deutlich voneinander unterscheiden.
Die Familie ist wichtiger, als es zunächst wirkt. An vielen Orten verkaufen sich die Kreuzungen inzwischen deutlich besser als das Original, vor allem Gorilla Zkittlez, und sie verhalten sich anders: mehr Punch, weniger Süßigkeit. „Ich habe Zkittlez probiert“ kann deshalb ein halbes Dutzend verschiedener Pflanzen bedeuten, je nachdem, aus welchem Regal sie stammt. Wenn eine Bewertung und Ihre eigene Erfahrung nicht zusammenpassen, liegt es oft eher am Phänotyp als an der einzelnen Charge.
Noch ein praktischer Hinweis. Weil sich der Name so gut vermarkten lässt, taucht er auch auf Produkten auf, die nur lose mit der tatsächlichen Genetik verbunden sind, besonders in Graumarkt-Nischen. Ein Laborzertifikat, sofern vorhanden, ist immer aussagekräftiger als ein fruchtiger Aufkleber.
Wir verkaufen Zkittlez derzeit nicht. Wir schreiben solche Profile, weil eine Sortenbeschreibung dabei helfen sollte, eine Pflanze zu verstehen, und nicht dazu dienen sollte, ein bestimmtes Gefühl zu verkaufen. Viele Berichte über Zkittlez beruhen entweder auf Hype oder scheitern stillschweigend an ihren eigenen Zahlen. Unsere Version ist vielleicht die nüchterne, aber dafür nützliche: Das sind die Werte, dort liegen die Unsicherheiten, Sie entscheiden. Wenn eine süße, sanfte Indica zu Ihnen passt, ist die Cannabis-Blüten-Kollektion ein guter Ausgangspunkt. Wenn nicht, ist das genauso in Ordnung.
Zkittlez hat sich aus gutem Grund gehalten: Der Geschmack ist besser umgesetzt als bei fast allem anderen im Regal. Ein süßes, bonbonartiges Profil, eingebettet in eine entspannende körperliche Wirkung, bei der man gesellig bleiben kann, solange man es nicht übertreibt. Sympathisches Zeug. Kein Wunder, dass inzwischen eine ganze Reihe von Ablegern unter diesem Namen gehandelt wird.
Die ehrliche Fußnote lautet: Der genaue THC-Gehalt, das präzise Verhältnis, die vollständige Abstammung – all das wird im Internet uneinheitlich angegeben. Nehmen Sie die Werte deshalb als Richtwerte, prüfen Sie, welchen Phänotyp Sie tatsächlich in der Hand halten, und Sie wissen besser, worauf Sie sich einlassen.
Süße lässt sich leicht verkaufen – ehrliche Zahlen sind schwieriger, aber am Ende deutlich wertvoller.
Eine Indica-dominierte Hybride, bekannt für einen süßen, bonbonartigen Geschmack und eine entspannende, aber weiterhin funktionale Wirkung. Meist wird sie auf Grape Ape und Grapefruit zurückgeführt, wobei ein dritter Elternteil nie offiziell bekannt gegeben wurde.
Indica-dominant, meist mit etwa 70 % Indica-Anteil, manchmal eher 60/40. In jedem Fall wirkt sie eher entspannend und körperbetont als anregend.
Wie die Süßigkeit, nach der sie benannt ist: süß und fruchtig, mit Noten von Tropenfrüchten, Trauben und Beeren auf einer leicht erdigen Basis. Der Geschmack folgt beim Einatmen dem Aroma und klingt süß aus.